Krankenpflege unter Strom
Die Vorarlberger Krankenpflegevereine setzen in der Betreuung auf nachhaltige Mobilität und haben für die Hauspflegedienste 15 Elektroautos angeschafft. Die Anschaffung wurde vom Energieinstitut Vorarlberg und von kairos fachlich begleitet und vom Land Vorarlberg mit 150.000 Euro gefördert.
Zuverlässig besonders auf kurzen Strecken, wartungsarm und günstig im Betrieb: Das sind die zentralen Anforderungen, die der Krankenpflegeverein an ein Fahrzeug stellt, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hauskrankenpflege zu ihren Einsätzen zu bringen. Mit finanzieller Unterstützung des Landes wurden dafür 15 Elektroautos angeschafft.

„Die Elektromobilität macht dort besonders viel Sinn, wo viele Kurzstrecken gefahren werden und niedrige Betriebskosten ein wichtiges Kriterium sind. Das trifft auf die Krankenpflegevereine in den Gemeinden besonders zu. Deshalb hat das Land die Anschaffung als Beitrag zur Energieautonomie und zur sozialen Nachhaltigkeit gefördert“, begrüßt Landesrat Daniel Allgäuer die Entscheidung der Vereine.
Initiiert wurde die Anschaffung vom Landesverband für Hauskrankenpflege gemeinsam mit dem Büro kairos und dem Energieinstitut Vorarlberg. Im Rahmen einer Infoveranstaltung wurden die Krankenpflegevereine in den Gemeinden über die Vorteile von Elektroautos informiert und konnten fünf verschiedene Fahrzeuge Probe fahren.
"Für uns ist es besonders wichtig, zuverlässig zu unseren Klientinnen und Klienten zu kommen. Und da die Krankenpflegevereine auf Spenden angewiesen sind, kommt noch ein weiteres handfestes Argument zum Tragen. Die Kosten über die gesamte Nutzungsdauer – die sogenannten Total Costs of Ownership – sind beim Elektroauto je nach Kilometerleistung bis zu 10.000 Euro niedriger als beim Verbrenner.“
Johanna Rebling-Neumayr, Geschäftsführerin vom Landesverband Hauskrankenpflege Vorarlberg.
Zuverlässigkeit und niedrige Betriebskosten
Die interessierten Vereine mit konkretem Bedarf wurden im Nachgang einer Informationsveranstaltung „E-Mobility“ in Kooperation von Landesverband, kairos und dem Energieinstitut von den Mobilitätsexperten auch individuell beraten. Dabei standen Fragen zu den Fahrzeugen selbst, zum Laden und zu Kosten und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Durch die anschließende gemeinsame Beschaffung konnten Mengenrabatte beim Händler lukriert werden. Aufgrund des Erfolgs der Aktion wollen Land und der Landesverband Hauskrankenpflege das Angebot auch 2026 weiterführen mit dem Ziel, die Flotte Schritt für Schritt nachhaltig umzustellen.
Umweltauswirkungen
Die Fahrzeuge der Krankenpflegevereine legen im Durchschnitt jährlich zwischen 5.000 und 10.000 Kilometer zurück. Im Vergleich zu benzinbetriebenen Fahrzeugen werden Schadstoffemissionen (1,1 Tonnen CO2 pro Jahr), Lärm und 75 % Energie eingespart.
- 15 Fahrzeuge (Kleinwagen)
- 8 beteiligte Krankenpflegevereine
- rund 55.000 Kilometerleistung
- Fachliche Unterstützung: kairos Mobilitäts- und Kommunikationslösungen /
Energieinstitut Vorarlberg
Wer Wirtschaftlichkeit und Umweltauswirkungen von Elektroautos mit Verbrennern vergleichen will, kann das mit dem Onlinerechner EMIL tun.
