„Wir sind mit der Reichweite absolut zufrieden“
Drei Kinder, Gartentransporte, Sporttermine und Urlaubsfahrten: Im folgenden Beitrag erzählt uns David, wann und warum er sich mit seiner fünfköpfigen Familie für ein gebrauchtes Elektroauto entschieden hat. Und zieht eine erste, kurze Bilanz über Reichweite, Laden und Alltagstauglichkeit.
Was war euch beim Umstieg auf ein Elektroauto besonders wichtig?
Unser altes Auto hätten wir Anfang 2026 nicht mehr vorführen können, eine Neuanschaffung war also ohnehin notwendig. Dabei haben wir uns gefragt, was wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist.
Da wir bereits eine Photovoltaikanlage haben, war klar, dass ein Elektroauto gut zu uns passt – da können wir einen Teil des selbst erzeugten Stroms direkt nutzen. Entscheidend war für uns, dass das Auto unsere Bedürfnisse als fünfköpfige Familie zuverlässig abdeckt. Wichtig war uns außerdem eine Anhängerkupplung, etwa für Gartentransporte oder größere Besorgungen.
Welche Strecken legt ihr typischerweise zurück – seid ihr mit der Reichweite zufrieden?
Wir wohnen in Tisis, und nutzen das Auto hauptsächlich für Freizeitwege, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer erreichbar sind. Unter der Woche steht es oft mehrere Tage, weil wir unsere Alltagswege meist öffentlich oder mit dem Fahrrad organisieren – und wird das Auto dann gebündelt eingesetzt.
Besonders positiv überrascht hat uns das Fahrverhalten: Wir wohnen am Hang, und selbst mit vollem Anhänger fährt das Auto problemlos vorwärts wie rückwärts hinauf – völlig ohne Schwierigkeiten.
Auch längere Strecken funktionieren gut: Unser Sohn spielt Unihockey: Spiele in Deutschland (rund 160 Kilometer ein Weg) sind problemlos machbar. In den Osterferien waren wir in Italien in den Cinque Terre – auf dieser Strecke mussten wir nur einmal 20 Minuten nachladen. Vor Ort konnten wir an einer Wallbox bei der Unterkunft laden, was natürlich ideal war. Sonst laden wir hauptsächlich zu Hause über eine gebrauchte Wallbox. Im Notfall kann man das Elektroauto auch eine Zeitlang an einer normalen Steckdose laden. Das dauert zwar länger, ist aber grundsätzlich möglich.
Wir sind mit der Reichweite absolut zufrieden.
Gab es Herausforderungen bei der Umstellung?
Die größte Herausforderung war, ein leistbares Modell zu finden, in dem drei Kinder gut Platz haben und der Urlaub gut bewältigbar ist. Letztlich haben wir uns für einen vier Jahre alten gebrauchten Škoda Enyaq mit rund 150.000 Kilometern entschieden. In dieser Größe ist er wirtschaftlich und bietet mit etwa 430 Kilometern Reichweite genau das, was wir brauchen.
Vor der Anschaffung habe ich den E-Mobilitätsrechner EMIL genutzt und unser damaliges Auto – einen Dacia – damit verglichen. Das kann ich sehr empfehlen, weil man ein gutes Gefühl für Kosten und Umweltbilanz bekommt.
Wir empfehlen, frühzeitig 2-3 physische Ladekarten zusätzlich zu Apps zu organisieren. Wir haben unser Auto in Deutschland abgeholt und standen gleich auf dem ersten Ladestoppohne Handy Empfang für die Lade-App da. Schlussendlich hat das Laden übers Handy dann doch noch funktioniert.

E-Mobilitätsrechner EMIL
Sie überlegen den Umstieg auf ein Elektroauto? Der Online-Rechner EMIL vom Energieinstitut Vorarlberg hilft beim finanziellen und ökologischen Vergleich mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor – auch für Nutzfahrzeuge.



