Vom Diesel zum E-Auto: Alltagstauglich auch ohne eigenen Parkplatz
Christian und seine Familie sind kürzlich von einem Diesel- auf ein Elektro-Auto umgestiegen. Wie sich Reichweite, Kosten und Laden auch ohne eigene Wallbox im Alltag bewähren, zeigt der E-Mobiltitäts-Erfahrungsbericht von Christian.

Wann habt ihr euch für den Umstieg entschieden – und welche Gründe waren dafür ausschlaggebend?
Bei unserem ca. Jahre 15 Jahre alten Diesel haben die Reparaturen am Ende deutlich zugenommen. Ein Austausch war fällig. Da die Kinder schön größer sind, wir viel mit Fahrrad, Zug, Bus fahren und zentral wohnen, haben wir uns überlegt, ob wir überhaupt ein Auto brauchen. Wir haben uns dann doch für eines entschieden und da kam nur ein E-Auto in Frage.
Welche Vorteile bringt euch die Umstellung im Alltag: Was erspart ihr euch dadurch?
Wir hatten vorher ein Auto und haben jetzt eines das für unsere Ansprüche passt. Da sehe ich keinen großen Unterschied. Vom Fahren her ist es schon ein Unterschied. Bei Bedarf ist das E-Auto viel spritziger und agiler. Andererseits kann man auch besser „gleiten“. Die Reichweite ist geringer als beim alten Verbrenner, für unserer Zwecke aber mehr als ausreichend.
Das E-Auto war in der Anschaffung in etwa gleich teuer wie das Verbrenner-Vergleichsmodell desselben Herstellers. Im laufenden Betrieb ist das E-Auto deutlich günstiger. Da muss man nicht lange rechnen.
Wie organisiert ihr das Laden im Alltag?
Wir haben eine Wohnung ohne eigenen Parkplatz und müssen daher an öffentlichen Ladeplätzen oder am Arbeitsplatz laden. Die öffentlichen Ladesäulen, vor allem die Schnellader, sind teurer, als wenn man zuhause laden könnte. Dafür geht’s schneller und die Zeit von ca. 20 Minuten nutze ich meistens für einen kleinen Spaziergang.
Im Vergleich zum Diesel sind aber auch die Kosten für einen Schnelllader deutlich günstiger. Bei langsameren Ladesäulen oder am Arbeitsplatz geht es zwar länger, dafür ist es nochmals billiger. Am günstigen wäre es natürlich zuhause bzw. wenn man den Haushaltstarif der Wohnung an öffentlichen Ladesäulen nutzen könnte. Vielleicht gibt es für Laternenparker wie uns in Zukunft eine Lösung. Wir kommen aber auch mit der aktuellen Situation sehr gut klar.
