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„Unser Ziel ist es, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen“

In der Serie „Unternehmen auf dem Weg zur Energieautonomie“ zeigen wir, wie Vorarlberger Betriebe die Energiezukunft konsequent mitgestalten. Mit welchen Maßnahmen sie ihre Emissionen reduzieren, was sie antreibt und warum sich der Weg in Richtung Energieautonomie (auch wirtschaftlich) lohnt.

Im Gespräch mit Michael Alge
Raiffeisen Landesbank Vorarlberg

Im Gespräch mit Michael Alge

Mit Michael Alge, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg, haben wir dazu über wirkungsvolle Umsetzungen – von Erneuerbaren Energieträgern über Mitarbeitermobilität, E-Fuhrpark bis hin zu nachhaltigen Projekten für Kund:inenn - und Ziele des Betriebs im Bereich Klimaschutz gesprochen.

Was sind die (wesentlichen) Themen, die ihr als große Bank im Land auf dem Schirm habt, wenn es um eure eigene Nachhaltigkeit und euren Weg in die Energieautonomie geht?

Wir selbst nutzen inzwischen zu 100 % Ökostrom, betreiben Photovoltaik und Wärmepumpen sowie einige Energieeffizienzmaßnahmen. ESG- und Klimarisiken sind ebenso integraler Bestandteil unserer Strategie und unseres Risikomanagements.
Soziale Verantwortung und hohe Governance-Standards sind ebenfalls Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsengagements.

Unser Ziel ist es, unsere eigenen Treibhausgas-Emissionen laufend zu reduzieren und Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.

Könnt ihr uns ein paar Beispiele für wirkungsvolle Maßnahmen geben, die ihr umgesetzt habt?

Wir setzen seit 2021 zu 100 % auf erneuerbaren Strom, betreiben eigene PV-Anlagen und Grundwasserwärmepumpen. Im Mobilitätsbereich fördern wir Jobtickets, E-Bike-Leasing und E-Mobilität im Fuhrpark. Unser nachhaltiges Anlageportfolio umfasst rund 300 Mio. Euro in Green, Social und Sustainability Bonds. Finanzierungen unterliegen bestimmten Ausschlusskriterien, und wir unterstützen regionale Energiegenossenschaften. ESG-Tools helfen uns bei Transparenz und Steuerung.

Was sagen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu? Gibt es kritische Stimmen? Welche Maßnahmen werden besonders gut angenommen?

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen Nachhaltigkeit sehr gut an. Auch ihnen ist das wichtig. Als Unternehmen unterstützen wir dies, indem wir offen und aktiv kommunizieren.

Besonders beliebt sind Jobticket, E-Bike-Leasing, flexible Arbeitszeiten und Homeoffice bzw. Gesundheits- und Weiterbildungsangebote.

Klar, gibt es auch Herausforderungen wie ein erhöhter Dokumentationsaufwand. Dieser begegnen wir durch Bewusstseinsbildung, was von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch angenommen wird.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in eurem Geschäft als Bank? Habt ihr Möglichkeiten, euren Kundinnen und Kunden nachhaltiges Handeln näher zu bringen? Wenn ja, welche davon könnt ihr nutzen?

Nachhaltigkeit ist uns als regionale Genossenschaftsbank sehr wichtig. Wir steuern unsere Finanzierungen durch die Förderung nachhaltiger Projekte. Für Kundinnen und Kunden bieten wir nachhaltige Fonds, Green Bonds und Social Bonds an, um individuelle Anlagewünsche mit ökologischem und sozialem Mehrwert zu verbinden.

Wussten Sie schon?

Zahlreiche Betriebe in Vorarlberg investieren bereits in Erneuerbare Energieträger, stellen ihre Mobilität um, fördern umweltfreundliche Mitarbeiter(mobilität) optimieren Prozesse oder senken ihren Energieverbrauch.

Wenn auch Sie mit ihrem Unternehmen erste Schritte in Richtung Energieautonomie wagen wollen, können sowohl das Umwelt- und Klimamanagement-Tool Ökoprofit oder das Beratungsangebot des Energieinstitut Vorarlberg hilfreiche Unterstützung bieten.