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Strom aus der Sonne lohnt sich weiterhin

Wer eine Photovoltaikanlage besitzt, hat derzeit mit einigen Änderungen zu tun, die mehr Flexibilität erfordern. Die fixen Einspeisetarife werden zukünftig im immer dynamischeren Strommarkt nicht mehr angeboten. Dafür werden Speicher günstiger und es gibt neue Möglichkeiten, den eigenen Strom mit anderen zu teilen. Die wichtigste aktuelle Änderung betrifft die PV-Einspeisetarife der illwerke vkw.

Markus Gmeiner

Die meisten der privaten PV-Anlagen in Vorarlberg wurden von ihren Eigentümern schon auf die neuen Flex-Einspeisetarife der illwerke vkw umgestellt. Bestandskunden mit Verträgen von 2025 oder älter erhalten damit auch für 2027 übergangsweise noch eine attraktive Einspeisevergütung von 7 Cent je Kilowattstunde. Voraussetzung ist, dass ein neuer Einspeisevertrag abgeschlossen wird.

„Die Übergangslösung für Bestandskunden mit einer fixen Vergütung für 2027 ist ein sehr faires Angebot. Ich empfehle allen, die noch nicht auf den neuen PV-Einspeisetarif umgestellt haben, das bis Ende September nachzuholen.“ Energielandesrat Markus Klien.

Details finden sich auf www.vkw.at/pv2027. Wird die Umstellung versäumt, läuft der Einspeisevertrag mit Ende des Jahres aus. Deshalb besteht hier dringender Handlungsbedarf. Die betroffenen Kundinnen und Kunden werden auch nochmals von der illwerke vkw direkt informiert.

Vereinfachungen bei Energiegemeinschaften kommen

„Wer den Strom aus der eigenen PV-Anlage mit den Nachbarn teilen möchte, kann das ab Oktober deutlich einfacher tun“, freut sich Landesrat Klien. Denn die Notwendigkeit, eine Rechtsform dafür zu gründen – im Normalfall einen Verein – entfällt. Außerdem wird die Erstregistrierung über eine zentrale Plattform erfolgen, derzeit muss man sich noch an drei verschiedenen Stellen anmelden. Die Plattform ist derzeit noch in Ausarbeitung und wird laut Plan ab dem 5. Oktober zur Verfügung stehen. Und mit Inkrafttreten der neuen „Systemnutzungsentgelt-Verordnung“ voraussichtlich Anfang 2027 wird es auch für diese Form des Stromteilens Ermäßigungen bei den Netzgebühren geben.

„Die Energieberatung im Energieinstitut Vorarlberg ist am aktuellen Stand bezüglich der Entwicklungen und informiert über Veranstaltungen, Newsletter und Website.“
Energielandesrat Markus Klien

Flexibilität ist gefragt – Energieautonomie Vorarlberg startet Speicheraktion

Wie auch immer sich der Strommarkt in den nächsten Jahren konkret entwickelt: Wer flexibel ist, gewinnt. Ein Stromspeicher ist die einfachste und wirkungsvollste Möglichkeit, den eigenen Stromverbrauch und den Bezug von Strom aus dem Netz zu entkoppeln. Deshalb startet die Energieautonomie Vorarlberg gemeinsam mit Vorarlberger PV-Betrieben und dem Energieinstitut eine Aktion zur Nachrüstung von Stromspeichern. Im Fokus stehen Information, gemeinsame Qualitätsstandards und das vereinfachte Einholen von Angeboten.

An vorerst drei Infoabenden in Nenzing (23. Oktober), Lingenau (4. November) und Dornbirn (11. November) gibt es produktneutrale Entscheidungshilfen zur Anschaffung bzw. Nachrüstung von Stromspeichern und die Möglichkeit, mit den Firmen direkt ins Gespräch zu kommen. „Die Speicherkosten sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. In Kombination mit den aktuellen Förderungen von illwerke vkw und hoffentlich den künftigen Förderungen des Bundes ist die Anschaffung besonders attraktiv“, betont Energielandesrat Klien.

Beratung und Förderungen

Konkrete Fragen zu PV- und Stromtarifen beantworten

  • der vkw-Kundenservice: 05574 9000 bzw. www.vkw.at/kontakt)
  • die Energieberatung im Energieinstitut Vorarlberg: 05572 31 202-112 bzw. www.energieinstitut.at/energieberatung)

Infoabende zur Nachrüstung von Stromspeichern

  • Freitag, 23. Oktober, 18 Uhr, Nenzing
  • Mittwoch, 4. November, 20 Uhr, Lingenau
  • Mittwoch, 11. November, 18:30 Uhr, Dornbirn

Details: www.speicheraktion.at

Die Anschaffung von Stromspeichern wird derzeit von der illwerke vkw mit bis zu 500 Euro gefördert. Antrag auf www.vkw.at/batteriespeicher-foerderung