Firstfeier für das Biomasse-Heizwerk Lustenau
In der Marktgemeinde Lustenau wurde im Juni 2026 ein Meilenstein für die nachhaltige Fernwärmeversorgung erreicht. Weniger als ein Jahr nach dem Spatenstich für die Fernwärme Lustenau fand nun bereits die Firstfeier statt. Im Herbst wird mit der Wärmelieferung an die Kundinnen und Kunden begonnen.

Bei der Firstfeier: Auf dem Foto v.l.n.r.: Andrea Domberger (Geschäftsführerin Kelag Energie & Wärme), Vizebürgermeister Martin Fitz, Architekt Clemens Huber, Energie-Landesrat Daniel Allgäuer, Bürgermeister Patrick Wiedl, Energiegemeinderat Simon Vetter, Wolfgang Gutjahr (Projektleiter Kelag Energie & Wärme), Kurt Rauch (Rauch LFL), Adolf Melcher (Sprecher der Geschäftsführung der Kelag Energie & Wärme), Wirtschaftsgemeinderat Simon Ender.
28 Millionen Euro Investition in die Energieunabhängigkeit von Lustenau
Die Kelag Energie & Wärme investiert rund 28 Millionen Euro in die Biomasse-Fernwärme von Lustenau. Das System besteht aus dem Heizwerk und im Endausbau aus einem rund 17 km langen Fernwärmenetz. Rund 200 Gebäude werden an das Netz angeschlossen.
Factbox
Biomassekessel mit einer Leistung von fünf Megawatt.
Für Warmwasser im Sommer wird eine Wärmepumpe mit einer Leistung von einem Megawatt eingesetzt.
Ein Ölkessel mit acht Megawatt dient als Ausfallsreserve und für die Spitzenabdeckung.
So wird bei der Fernwärme in Lustenau eine erneuerbarer, grüner Anteil von mehr als 90 Prozent erreicht - bei einem geplanten Wärmeabsatz im Endausbau von rund 22 Millionen Kilowattstunden
Dieses System gewährleistet die sichere Versorgung der Kundinnen und Kunden mit grüner Wärme in den nächsten Jahrzehnten. Adolf Melcher Kelag Energie & Wärme): „Mit diesem Projekt schaffen wir eine Infrastruktur, die aber weit über die technische Versorgung hinausgeht. Wir investieren in Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und die nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Lustenau.
Weiterer Ausbau des Biomasse-Fernwärmesystems Lustenau
Die Arbeiten am Biomasse-Heizwerk sind weit fortgeschritten, beim Fernwärmenetz wird bis Jahresende 2026 etwa die Hälfte fertiggestellt sein. Vor allem im Jahr 2027 und auch noch im Jahr 2028 wird das Netz erweitert werden, um noch mehr Kundinnen und Kunden mit grüner Fernwärme versorgen zu können. Für den zukünftigen Betrieb des Heizwerkes Lustenau hat die Kelag Energie & Wärme einen Techniker aus Vorarlberg gefunden.
Unabhängig von weltpolitischen Ereignissen
Mit der Biomasse-Fernwärme Lustenau entsteht eine Infrastruktur, die rund 2,5 Millionen Liter Heizöl – importiere fossile Energie - durch regionale, erneuerbare Energie ersetzt, rund 6.700 Tonnen CO2 pro Jahr einspart und Lustenau über Jahrzehnte verlässlich und mit nachhaltiger Fernwärme versorgen wird. So macht regionale Biomasse für die Wärmeversorgung unabhängig von weltpolitischen Ereignissen.












