

Fastenzeit im Kindergarten: Wie Kinder lernen, Energie bewusst zu nutzen
Im Kindergarten Schwarzenberg entdecken Kinder beim „Energiefasten“, wie sie im Alltag Energie und Ressourcen sparen können – spielerisch, kreativ und mit vielen kleinen Ideen für eine nachhaltige Zukunft.
Energiefasten im Kindergarten Schwarzenberg
Die Fastenzeit nutzen viele Menschen, um bewusst auf Gewohnheiten zu verzichten. Im Kindergarten Schwarzenberg fasten die Kinder jedoch auf eine besondere Weise: Sie üben sich im Energiefasten. Woche für Woche beschäftigen sie sich mit Themen wie Mobilität, Papierverbrauch, Licht, Wasser, Lebensmitteln und Müll. Für jede umweltfreundliche Entscheidung wandert ein Glassteinchen in ein großes Fastenglas – und macht sichtbar, wie viel jede und jeder zum Energiesparen beitragen kann.
Die Aktion ist Teil des Projekts „Ein Königreich für die Zukunft“ des Energieinstitut Vorarlberg, das von Pädagogin Doris Schertler nach einer Fortbildung nach Schwarzenberg gebracht wurde.
Energie erleben und verstehen
Das Projekt begleitet die Kinder durch das ganze Kindergartenjahr und orientiert sich an den Jahreszeiten. Jede Jahreszeit steht dabei für ein eigenes Energiethema:
- Windkraft und Mobilität
- Winter: Licht und Wärme
- Frühjahr: Die Kraft des Wassers
- Sommer: Die Kraft der Sonne
Mit einfachen Experimenten, Geschichten und Spielen wird Energie für die Kinder greifbar. So beobachten sie etwa Luftbewegungen mit Fön und Tennisball oder entdecken, wie warme Luft Dinge in Bewegung bringen kann. Unterstützt werden sie dabei von der Handpuppe Conny, die sie durch viele Experimente begleitet.
Ein Tag ohne Strom
Aktuell beschäftigen sich die Kinder mit dem Thema Strom. Gemeinsam wurden alle Stromquellen im Kindergarten entdeckt und markiert. Anschließend stellten sich die Kinder die Frage, wie Menschen früher ohne elektrische Geräte ihren Alltag gemeistert haben.
Beim anschließenden „Kein-Strom-Tag“ blieb das Licht aus, Geräte wurden nicht benutzt und stattdessen Dinge eingesetzt, die ganz ohne Strom funktionieren – etwa Besen statt Staubsauger oder eine Handmühle.
Kleine Ideen mit großer Wirkung
Auch im Alltag überlegen die Kinder, wie ihr Verhalten die Umwelt beeinflusst. So entstand etwa eine besondere Aktion: Die Kindergartenkinder bedankten sich bei Menschen, die mit dem Bus unterwegs waren, mit einem kleinen süßen Dankeschön.
Mit neugierigen Kindern, kleinen Experimenten und einem Glas voller bunter Steinchen entsteht so Schritt für Schritt ein Bewusstsein dafür, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit Energie und Ressourcen ist.
Das Projekt ist Teil des Bildungsprogramms „Energieautonomie begreifen“, das Kinder und Jugendliche vom Kindergarten bis zur Oberstufe spielerisch für Energie-, Klima- und Nachhaltigkeitsthemen begeistert – weitere Projekte, Workshops und Angebote finden Sie hier.


