„Durch die intensive Bahn-Nutzung haben wir rund 71,4 Tonnen CO₂ eingespart“
In der Serie „Unternehmen auf dem Weg zur Energieautonomie“ zeigen wir, wie Vorarlberger Betriebe die Energiezukunft konsequent mitgestalten. Mit welchen Maßnahmen sie ihre Emissionen reduzieren, was sie antreibt und warum sich der Weg in Richtung Energieautonomie lohnt.

Im Gespräch mit Mae Astley
Mit Mae Astley, Quality Management bei OMICRON electronics, haben wir über Effizienzpotenziale, gelingende klimafreundliche und gesunde Mitarbeitermobilität und viele weitere Maßnahmen zu Energieeffizienz und Klimaschutz gesprochen.
Welche Energieverbräuche machen bei OMICRON den größten Anteil aus?
Der größte Energieverbrauch entsteht durch den Stromverbrauch der Gebäude und die technische Infrastruktur, insbesondere an den Standorten in Klaus.
Die größten Einzelverbraucher sind:
- Gebäudeheizung und -kühlung über Wärmepumpen
- Kühltechnik und Serverräume
- Arbeitsplätze und Gebäudetechnik
- Mobilität und Flugreisen (vor allem indirekte CO₂-Emissionen)

Wo liegen die größten Effizienzpotenziale?
Die größten Potenziale sehen wir in der weiteren Optimierung der Gebäudetechnik, energieeffizienten Heiz- und Kühlsystemen, nachhaltiger Mobilität sowie im Ausbau energieeffizienter Infrastruktur und Steuerungssysteme.
Welche Maßnahmen habt ihr bereits umgesetzt, um Energieeffizienz zu steigern und langfristig möglichst energieautark zu werden – etwa bei Gebäuden, Energieversorgung oder Mobilität?
OMICRON setzt bereits seit vielen Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz um. Dazu zählt der Einsatz von Wärmepumpen, Geothermie und Photovoltaik, energieeffiziente Gebäudekonzepte, LED-Umrüstung sowie die Nutzung von nahezu 100 % erneuerbarer Energie an den österreichischen Standorten.
Zur Steigerung der Energieeffizienz werden verschiedene Systeme zur Wärmerückgewinnung genutzt. Die bei der Serverraumkühlung entzogene Wärme sowie die Abwärme der Kältemaschine aus den Prüf- und Kalibrierprozessen werden für die Beheizung des Gebäudes verwendet. Ergänzt wird dieses Konzept durch die Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage, die Wärme aus der Abluft auf die Zuluft überträgt. Auf diese Weise wird anfallende Abwärme mehrfach genutzt und der Bedarf an zusätzlicher Heizenergie reduziert.
„Wir fördern bei unseren Produkten außerdem die Reparaturfähigkeit, Ersatzteilverfügbarkeit und lange Produktlebenszyklen, um Ressourcen zu schonen und Abfälle zu reduzieren.“
Auszug umgesetzter Maßnahmen im Überblick
Nutzung von 100 % erneuerbarer Energie an fast allen Standorten
Einsatz von: Wärmepumpen, Geothermie / Erdsonden, kontrollierter Be- und Entlüftung, energieeffizienter Kühltechnik
Installation einer Photovoltaikfassade am OMICRON Campus
Begrünte Dächer zur Verbesserung des Mikroklimas
Austausch ineffizienter Ventilatoren und Serverraumkühlungen
Umrüstung auf LED-Beleuchtung in fast allen Gebäuden
Produktion & Kreislaufwirtschaft:
Reparatur defekter Leiterplatten statt Entsorgung
Lange Produktlebensdauer und Ersatzteilverfügbarkeit
Refurbishment und Reparaturservice weltweit
Mobilität:
Elektroautos und E-Shuttle
Betriebsfahrräder und Faltfahrräder
EcoPoints-System zur Förderung nachhaltiger Arbeitswege
Welche Nachhaltigkeitsziele verfolgt ihr aktuell bei OMICRON – zum Beispiel in Bezug auf CO₂-Reduktion, Energieverbrauch oder erneuerbare Energien?
Zu den aktuellen Zielen zählen die Reduktion von CO₂-Emissionen, die kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz, der Ausbau nachhaltiger Mobilitätsangebote sowie Maßnahmen im Bereich Biodiversität und Umweltmanagement. Darüber hinaus arbeiten wir an der weiteren Entwicklung unserer CO₂-Bilanzierung und Nachhaltigkeitsberichterstattung.
- Aufbau eines jährlichen CO₂-Footprints
- Definition konkreter CO₂-Reduktionsziele bis 2027
- Kontinuierliche Optimierung der Gebäudetechnik
- Verbesserung der Wärme- und Kälteflüsse
- Ausbau energieeffizienter Infrastruktur
- Fast vollständige Versorgung mit erneuerbarer Energie
- Ausbau von E-Ladestationen und E-Mobilität
- Fortführung des JobBike-Programms
- Erweiterung des EcoPoints-Programms
- Teilnahme am Netzwerk „Wirtschaft MOBIL“
- Dachbegrünung
- Wildblumenwiesen

OMICRON ist Teil des Netzwerks „Wirtschaft mobil“ und fördert seit 2013 klimafreundliche und gesunde Mitarbeiter-Mobilität. Welche Ansätze haben sich besonders bewährt?
Bewährt haben sich insbesondere Anreize für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Fahrräder (kostenlose Maximo-Monatskarte für neue Mitarbeitende, Betriebsfahrräder, jährlicher Fahrradservice, verstärkte Bahn-Nutzung). Und natürlich auch unser internes EcoPoints-Programm, für nachhaltige Arbeitswege. Mitarbeitende sammeln damit Punkte für klimafreundliche Arbeitswege. Diese können sie gegen Öffi-Tickets, Gutscheine oder Fahrradangebote eintauschen.
Außerdem fokussieren wir auf den Ausbau von E-Mobilität (E-Fahrzeuge und E-Shuttle) und Ladeinfrastruktur. Und setzen zudem auf Videokonferenzsysteme zur Reduktion von Dienstreisen.
„2025 konnten laut ÖBB durch die intensive Bahn-Nutzung rund 71,4 Tonnen CO₂ eingespart werden.“
Mehr darüber auch in „OMICRON fördert umweltfreundliche Mobilität“
Mehr über das Netzwerk Wirtschaft-Mobil erfahren Sie hier.

