Sie sind – angelehnt an die 101 enkeltauglichen Maßnahmen – seit 101 Tagen in Ihrer neuen Funktion als Landesrat unter anderem auch für die Energieautonomie Vorarlberg zuständig. Wie fällt Ihr erstes Resümee als Energielandesrat aus?

Landesrat Christian Gantner: Die Energieautonomie war ein richtungsweisender Beschluss. Es freut mich, dass das Ziel 2009 mit einem einstimmigen Landtagsbeschluss untermauert wurde. Das zeigt, dass alle Parteien an einem Strang ziehen. Auch deshalb, weil das Ziel nicht von oben verordnet wurde, sondern ein aus der Basis gewachsener Prozess ist. Ich bin überzeugt, dass nur solche Prozesse langfristig erfolgreich sein können. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass wir – trotz der dynamischen gesellschaftlichen Entwicklung – auf gutem Weg sind. Wir sind im Bereich CO2-Reduktion auf Zielpfad, beim Ausbau erneuerbarer Energieträger besser als erwartet – und auch im Gebäudebereich gibt es sehr positive Entwicklungen. Wir wissen aber auch, wo es noch Probleme gibt. Hier gilt es weiter an den notwendigen Schrauben zu drehen. Gemeinsam mit den wichtigen Partnern, etwa dem Energieinstitut Vorarlberg und den Gemeinden. Es wurde schon viel erreicht – aber es gibt auch noch viel zu tun.