"Wer soll es machen, wenn nicht wir?" Martin Seeberger, Fachbereichsleiter Energieeffizienz bei illwerke vkw, bringt die Intention der neu gegründeten Initiative "Klimaneutralitätsbündnis 2025" pragmatisch auf den Punkt. Zehn namhafte Vorarlberger Unternehmen sind nicht länger gewillt, auf wegweisende internationale Rahmenbedingungen zu warten – und nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung nun in eigenen Hände. Das heißt konkret: Im Rahmen einer freiwillig auferlegten Verpflichtung schreiben sich die zehn Gründungsmitglieder, darunter große Industriebetriebe wie die Julius Blum GmbH und die Alpla Werke, das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahre 2025 auf die Fahnen. Das Bündnis soll dazu beitragen, global das 2-Grad-Celcius-Ziel der Vereinten Nationen zu unterstützen – und regional die Erreichung der Ziele der Energieautonomie 2050 bestmöglich voranzutreiben. "Wir wissen aber auch, dass unser Einfluss auf das Weltklima regional begrenzt ist. Deshalb wollen wir mit dem Kimaneutralitätsbündnis bewusst über die Grenzen des Landes hinaus Akzente setzen", erklärt Seeberger. Und Dr. Christof Germann, Vorstandsmitglied der illwerke vkw, schließt an: "Je mehr Unternehmen teilnehmen, desto kraftvoller wird die Initiative und desto stärker profitieren die Bündnisteilnehmer vom gegenseitgen Austausch." Der regionale Energiedienstleister illwerke vkw übernimmt die Koordination des Klimaneutralitätsbündnisses – und ist bereits mit Unternehmen aus anderen Bundesländern als auch aus Deutschland in Gesprächen. "Die Erweiterung des Bündnisses zählt genauso wie die Kompensation der CO2-Emissionen des vergangenen Jahres zu den Schwerpunkten für 2015", verdeutlicht Seeberger. Im Rahmen eines Effizienztages sollen noch heuer alle Unternehmer an einen Tisch gebracht werden, um gemeinsam über neue Sparpotenziale nachzudenken.