Im Kindergarten Neunteln in Hohenems stehen im Gang vor der Toilette zwei Legotürme. Schalten die Kinder beim Verlassen der Toilette das Licht aus, dürfen sie vom einen der beiden Türme einen Legostein entfernen, weshalb der Turm ständig kleiner wird. Im Vergleich zum zweiten unverändert hohen Turm sehen die Kinder sofort, wieviel mehr Strom sie verbraucht hätten, wenn das Licht immer brennen würde.
Im Kindergarten Reute in Hohenems werden Ausflüge prinzipiell mit dem Bus gemacht. Mit kleinen Spielzeugautos verdeutlichen die Kinder, wie lange die Kolonne wäre, wenn die Kinder mit dem Auto zum Ziel gebracht werden würden. Der Effekt wird dabei nicht nur den Kleinsten sofort klar.
Diese zwei stehen für die vielen kreativen Beispiele, die von den fast 200 Pädagoginnen in 31 Kindergärten im Kindergartenjahr „Ein Königreich für die Zukunft“ umgesetzt haben, um den Kindern altersgerecht Hintergrund, Wertigkeit und Bedeutung von Energie im Alltag näher zu bringen.

Beeindruckendes Engagement der Pädagoginnen
„Die Begeisterung der Kinder sowie das Engagement und die Kreativität der Pädagoginnen bei der Umsetzung des Jahresschwerpunktes sind immer wieder beeindruckend“, staunt unsere Projektleiterin Nicole Sperzel, deren Team die Pädagoginnen in Workshops auf das Jahresprogramm vorbereitet und mit Materialien und Fachbeiträgen während des ganzen Kindergartenjahres unterstützt.

Den Pädagoginnen ist auch der Respekt von Landesrat Christian Gantner sicher, der sich für ihren wichtigen und beherzten Einsatz bedankt: „Was die Pädagoginnen neben ihren vielen anderen Aufgaben im Energie-Projekt leisten, ist fantastisch. Die Kinder sind ein wichtiger Schlüssel zur Energieautonomie, denn jetzt legen wir den Grundstein für die Haltung und das Verhalten der nächsten Generation. Außerdem nützen die Kinder gern die Möglichkeit, schon jetzt aktiv ihre eigene Zukunft mitzugestalten.“

Interesse an Technik und Naturwissenschaften wird angeregt
Ein wesentlicher Nebeneffekt ist laut Nicole Sperzel, dass in der Auseinandersetzung mit Energie das Interesse für Technik und Naturwissenschaften spürbar angeregt wird – insbesondere bei Mädchen. Im Hightechland Vorarlberg ein gern gesehener Aspekt, da sind wir uns sicher.