Sie sind seit 2014 Landesrat, unter anderem zuständig für Umweltschutz und öffentlichen Verkehr. Seit kurzem verantworten Sie auch den Fachbereich Energie – und somit die Zukunftsvision der Energieautonomie Vorarlberg. Kommt zusammen was zusammengehört?

Landesrat Johannes Rauch: Ja, das war die Absicht. Klimaschutz und Umwelt, öffentlicher Verkehr und Energie bzw. die Energieautonomie sollen ein großes Ganzes bilden. Dadurch entsteht ein großes Nachhaltigkeitsressort. Wir müssen viel stärker noch als bisher sektorenübergreifend Denken und Handeln – Synergien nutzen, Pfade gemeinsamen definieren und verfolgen. Wir erreichen die Energieautonomie beispielsweise nur dann, wenn wir im Verkehrssektor die Füße auf den Boden bekommen. Oder anders gesagt: Die Energieautonomie und die Mobilität sind extrem eng miteinander verknüpft. Und das zeigt sich nun auch in der Ressort-Zuständigkeit.

Das Energieinstitut ist eine wichtige Stütze der Energieautonomie Vorarlberg. Sie wurden zum neuen Obmann gewählt – wie haben Sie die Arbeit dort bisher wahrgenommen?

LR Rauch: Das Energieinstitut ist eine Einrichtung, die es in dieser Form nirgendwo anders gibt. Es hat sich über die Jahre zu einem Kompetenzzentrum im Energiebereich entwickelt, das faktenbasierte Politik ermöglicht. Das sollte generell wieder mehr in Mode kommen – Politik auf Grundlage von Forschung. Und das liefert das Energieinstitut. Die Grundlagenarbeit ist hervorragend, die Beratung super, e5 ein einzigartiges Vorzeigemodell. Ich würde schon behaupten: Dass wir mit der Energieautonomie heute so gut dastehen, ist auch der Arbeit des Energieinstituts zu verdanken.