"Oben kommt Holz rein, unten kommen Strom und Wärme raus." Für Kinder erklärt ist die Funktionsweise des ersten Referenzprojekts eines Holzvergasers in Vorarlberg ganz einfach, wie Biomasse-Experte Tobias Ilg sagt – und fügt zugleich lächelnd hinzu: "In der Realität ist es natürlich nicht ganz so simpel." Im Gegenteil: Um aus Holz nicht nur thermische, sondern auch elektrische Energie zu erzeugen, benötigt es jede Menge technisches Verständnis. Verständnis, dass sich die beiden Energiepioniere und Brüder Tobias und Bernhard Ilg mit Hilfe des Tiroler Unternehmens SynCraft angeeignet haben. Das innovative Unternehmen lieferte die Technik des seit Ende Dezember vergangenen Jahres in Dornbirn Hatlerdorf aktiven Holzvergasers. Ziel des im Jahre 2007 gegründeten Unternehmens war es, die erforderliche Technik effizienter und vor allem rohstoffflexibler zu gestalten, als es Mitbewerber bisher zustande gebracht haben. Und das mit Erfolg, wie nun auch das Referenzprojekt in Dornbirn untermauert. Die Anlage erreicht einen Gesamtwirkungsgrad von 85 Prozent, davon entfallen 30 Prozent auf elektrische Energie und 55 Prozent auf Wärme. Zum Vergleich: Bisherige Anlagen zur Holzverstromung (z.B. ORC-Anlagen) erreichen bei elektrischer Energie einen Wirkungsgrad von gerade einmal 15 Prozent.