Zu Beginn der Überlegungen an eine Zukunft ohne fossile Energieträger stand der Visionsprozess. Ein Prozess, in welchem sich mehr als 100 Vorarlberger ehrenamtlich in zehn Denkwerkstätten im Detail mit jenen Themenbereichen auseinandergesetzt haben, die unmittelbar von der Energiezukunft betroffen sind – darunter etwa Gebäude, die Industrie, Mobilität oder Wasserkraft. Ziel war es, Visionen, Leitsätze und Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Energieversorgung Vorarlbergs auszuloten.

Prozessgrafik Energieautonomie 

Die zentrale Fragestellung lautete:

Wie können wir das aktuelle Komfort-, Dienstleistungs- und Produktionsniveau in Vorarlberg erhalten, wenn das Angebot an billigen Energieträgern abnimmt und der globale Klimawandel eine Reduktion der CO2-Emissionen verlangt? Basis des Visionsprozess war es also, Vorarlbergs Energieversorgung auf erneuerbare Energieträger zu stützen.

Die Werkstätten bildeten im Laufe ihrer Tätigkeit in den Jahren 2007 bis 2009 ihren Beitrag zur Energieautonomie in einem vereinfachten Modellszenario ab. Insgesamt wurden 57 zentrale Ideen samt erklärenden Leitsätzen sowie 311 Handlungsempfehlungen entwickelt. Die Ergebnisse des Visionsprozesses waren Basis für die darauf erfolgte Maßnahmenplanung – und die Geburtsstunde der Energieautonomie 2050.