Das österreichweite e5-Programm zur Energieeffizienzsteigerung in Gemeinden findet in Vorarlberg auch im Jahre 2015 vorbildhafte Umsetzung. Trotz strengerer Kriterien haben viele Vorarlberger Kommunen bei der diesjährigen Zertifizierung besser denn je abgeschnitten. Mit Götzis, Krumbach, Lauterach, Rankweil, Thüringen, Feldkirch und der österreichweit einzigen e5-Region Großes Walsertal legten gleich acht Gemeinden in ihrem Engagement für den Klimaschutz zu. Mittlerweile beteiligen sich 43 der 96 Vorarlberger Kommunen am e5-Programmm.

Vorarlberg hat im österreichweiten Vergleich die höchste Dichte an e5-Gemeinden. Die engagierten Kommunen müssen sich im Vier-Jahres-Rhythmus der Auditierung durch eine unabhängige Kommission stellen. Diese bewertet die erreichte Energieeffizienz in Prozentpunkten und stuft sie zusätzlich mit ein bis maximal fünf "e" ein. Ein intensiver Prozess, der laufend an neue Herausforderungen angepasst wird. "Die Messlatte ist schon sehr hoch und die Kriterien werden immer strenger. Es wird daher immer schwieriger, eine höhere Stufe zu erreichen", betont e5-Programmleiter Karl-Heinz Kaspar vom Energieinstitut Vorarlberg. So seien beispielsweise die Anforderungen für Gemeindegäube gestiegen. Zur Erhaltung der Wertung sei es nun erforderlich, einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien bzw. Ökostrom nachzuweisen. Generell höher eingestuft werden auch neue Initiativen wie Klimaschutzkonzepte, Verbesserungen in der Land- und Forstwirtschaft, Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen und vieles mehr. "Eine Gemeinde, die es schafft, ihre 'e' zu halten, verdient deshalb größte Anerkennung", sagt Kaspar.