Seit 10 Jahren werden das damals errichtete Mehrzweckgebäude, das Berger Lädile, das Mesmerhaus, der Pfarrhof, die Schule, der Kindergarten und auch das Hotel Berger Hof mit dem Gemeindesaal im Winter mit Wärme aus der Nahwärmeanlage versorgt. Den Bau des St. Anna Pflegeheims im Jahr 2018 nutzte die Gemeinde als Chance, um die Anlage zu adaptieren und mit der neuen solaren Großanlage den Ganzjahresbetrieb zu unterstützen.  

Es ist natürlich ein sonniger Tag an dem Bürgermeister Martin Vallaster, Objekt – und Projektmanager Michael Battlogg und Martin Wagner, Geschäftsführer Wagner GmbH zur Besichtigung der Biomasse-Nahwärmeversorgungsanlage laden. Und dann heißt es: Rauf aufs Dach des Mehrzweckgebäudes. Dort oben befinden sich 160 Quadratmeter Vakuumröhrenkollektoren. Im Gegensatz zu den klassischen Kollektoren, eignen sich diese für hohe Temperaturen und bieten zudem auch im Winter bessere Wärmeerträge. „Das Vakuum“, so erklärt der Fachmann Martin Wagner „ist ein sehr guter Isolator. Die Wärme wird in den Röhren gebündelt und nach außen haben wir keine Wärmeverluste.“ Tatsächlich greifen sich die Röhren bei sommerlichen 30 Grad kühl an. Wagner erörtert weiter: „Es ist ungewöhnlich ein Biomasseheizwerk dieser Größe durchwegs mit Sonnenkraft zu betreiben. Die Abhängigkeit von der Sonne ist logischerweise die Problematik. Um damit umgehen zu können, wurden die Vakuumröhren als zielführendes Mittel gewählt.“ Wie sich gezeigt hat, die idealen Röhren, um damit das Pflegeheim vis-à-vis und auch die restlichen an das Nahwärmenetz angeschlossenen Gebäude ganzjährig mit der notwendigen Wärme zu versorgen.