Der Monitoringbericht 2020 zeigt auf, dass der Endenergieverbrauch Vorarlbergs zwischen 2005 und 2018 moderat – um 2,7 Prozent – zugenommen hat. Der größte Verbraucher an Endenergie 2018 war wie in den Jahren zuvor der Gebäudebereich (40 Prozent), gefolgt von der Industrie (27 Prozent) und vom Sektor Mobilität (24 Prozent). Der Rest entfiel auf Gebäudestrom (8 Prozent) und Landwirtschaft (1 Prozent).

Die Energieverbrauchsentwicklung war im Betrachtungszeitraum einem sehr dynamischen Umfeld ausgesetzt. Die Bevölkerungszahl hat stark zugenommen. So lebten im 2018 um 31.600 Personen mehr in Vorarlberg als 2005. Die Zahl der PKW stieg in dieser Zeit sogar um 45.000 und die Wohnnutzfläche wuchs um 16 Prozent bzw. 2,3 Millionen Quadratmeter.

Der Produktionsindex der Wirtschaft nahm um 45 Prozent zu und das Bruttoregionalprodukt (BRP) stieg um 64,3 Prozent. Die Energieintensität der Vorarlberger Volkswirtschaft, ausgedrückt als Energieverbrauch pro Bruttoregionalprodukt, konnte um rund 40 Prozent verbessert werden. Das Etappenziel der Energieautonomie Vorarlberg – eine absolute Reduktion des Endenergieverbrauchs im Zeitraum 2005 bis 2018 um 13,1 Prozent – wurde indes nicht erreicht.