2009 fasste das Land Vorarlberg den ehrgeizigen Beschluss der Energieautonomie 2050. Das ambitionierte Ziel: Der regionale Energiebedarf soll bis 2050 vollständig mit erneuerbarer Energie abgedeckt werden können. Mit der Strategie Energieautonomie+ 2030  – im Mai 2021 einstimmig im Landtag beschlossen – wurde  der Umsetzungsplan für die nächste Dekade festgesetzt.

Anstrengung muss verstärkt werden

Dem Strategiepapier Energieautonomie+ 2030 gingen eineinhalb Jahre intensive Evaluierung des bisher Erreichten voraus. Das Fazit: Die Anstrengungen zeigen Wirkung. Sie müssen aber verstärkt werden, um auf Zielpfad zu kommen. Expertinnen und Experten, die Sozialpartner, diverse Institutionen, Vereine und NGOs sowie eine Vielzahl interessierter Bürger:innen begleiteten den Prozess. Gemeinsam wurden die notwendigen Zwischenziele und der Weg dorthin erarbeitet: Die Strategie Energieautonomie+ 2030.

Von der Energieautonomie zur Energieautonomie+

Das Plus ist ein Hinweis auf die erweiterte Strategie, sowie das erweiterte Monitoring. Bisher wurden nur die Treibhausgasemissionen berücksichtigt. Jetzt werden auch die energieunabhängigen Emissionen wie sie zum Beispiel in der Landwirtschaft oder in der Abfallwirtschaft zu finden sind miteinbezogen.

Klare Ziele

50 - 50 - 100: so können die Zwischenziele bis 2030 einfach zusammengefasst und verinnerlicht werden.

  • 50 Prozent Anteilssteigerung erneuerbarer Energieträger am Endenergiebedarf zum Vergleichsjahr 2005.
  • 50 Prozent Reduktion der Treibhausgase zum Vergleichsjahr 2005.
  • 100 Prozent Deckung des Stromverbrauches durch erneuerbare Energien.

Der Weg zu den 50-50-100-Zielen ist mit acht Sektoren (von Gebäude über Mobilität bis Industrie und Gewerbe) inklusive 26 Handlungsfeldern definiert. Dazugehörende Aktionsfelder sind ebenso vorgegeben.

Drei strategische Säulen für das Klima

Die Energieautonomie+ ist eine der drei Säulen, die die Vorarlberger Klimastrategie darstellen: Energieautonomie+, Landnutzung und Klimawandelanpassung

Vorarlberg hat sich national wie international immer wieder als Vorbildregion erwiesen. So war sie auch mit dem Beschluss zum Climate Emergency 2019 österreichweit Vorreiter. Als erstes Bundesland bekannte sich Vorarlberg deutlich zum Klima- und Umweltschutz. Mit der Strategie Energieautonomie+ 2030 wird dieser Weg konsequent weitergegangen.

Gemeinsam für nachfolgende Generationen

Das Ziel ist klar – der Weg ist vorgegeben. Dennoch braucht es für die Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen die Anstrengung und die Beteiligung aller Vorarlbergerinnen und Vorarlberger. Jede und jeder kann einen Teil zur Erreichung der Etappenziele im Jahr 2030 und in weiterer Folge der finalen Ziele im Jahr 2050 beitragen. Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft für alle und nachfolgende Generationen.