Es darf als Meilenstein in der Biomasse-Historie des Landes gewertet werden, als Anfang Jänner dieses Jahres die letzten beiden Gebäude in Zürs an das Netz des Biomasse-Heizwerks angeschlossen wurden. Die Tourismushochburg am Arlberg ist die vorarlbergweit erste Ortschaft, die ihre Wärme-Energieversorgung zu 100 Prozent mit Biomasse abdeckt – und somit mit Hackschnitzeln und Baumrinden aus der Region. Eine Erfolgsgeschichte, die anfänglich nicht nur Befürworter hatte. „Man muss sich mit guter Leistung Vertrauen in der Bevölkerung erarbeiten. Anfänglich gab es natürlich Skeptiker, die sowohl in Sachen Funktionalität als auch Preis ihre Bedenken hatten“, erklärt Marcell Strolz, Planer und Betreiber des 2010 eröffneten Biomasse-Heizwerks in Zürs. Sieben Jahre nach Inbetriebnahme habe man diese vollständig ausräumen können. Ein Blick auf die Zahlen des Biomasse-Heizwerks zeigt warum: In Zürs werden dank Biomasse jährlich rund 1,3 Millionen Liter Öl und 4.500 Tonnen CO2 eingespart. Das 3.000-Meter-lange Netz verbindet 37 Wärmeabnehmer mit dem Nahwärmekraftwerk.